Im Sommer auf dem Spielplatz

Der Sonnenschein lockt die Kinder nach draussen auf den Spielplatz. Von steigenden Temperaturen lassen sich die Kinder nicht stören. Wenn Mami und Papi sich schon längst träge auf eine Sitzgelegenheit im Schatten zurückgezogen haben, toben die Kinder immer noch wild durch die Gegend. Natürlich dürfen ihnen die Eltern das Vergnügen gönnen. Damit die Freude jedoch nicht in Leid umschlägt, gibt es bei der Wärme ein paar Dinge zu beachten.

Ideale Spielplätze im Sommer

In der Schweiz existieren mehr unterschiedliche Spielplätze als es Dörfer gibt. Bei dieser Auswahl findet sich bestimmt auch bei Sommertemperaturen ein passendes Spielareal. Das Zauberwort heisst Schatten. Je mehr Büsche und Bäume das Gelände umgeben, desto besser für Gross und Klein. Herzige Holzhäuschen oder überdachte Sitzflächen sind perfekt, um überhitzten Kinderköpfen eine Sonnenpause zu gönnen. Oder man entscheidet sich für die Spielgeräte in der Badi, da können sich die Sprösslinge mit einem Sprung ins Kinderbecken rasch abkühlen. Es muss nicht immer der Spielplatz um die Ecke sein. Kinder lieben Abwechslung und erleben gerne neue Abenteuer. Bestimmt gibt es in der Nähe eine unbekannte Spielfläche zu entdecken.

Dem Kind luftige und schützende Kleidung anziehen

Am besten sind die Kleinen nach dem Zwiebelprinzip gekleidet: ärmelloser Body oder Hemd und Höschen, Kurzarmshirt, Hose und ein leichtes Jäckchen. So können sie jederzeit eine Schicht ausziehen. Oder die Eltern haben Kleidung zum Wechseln dabei, damit der Nachwuchs bei zunehmenden Temperaturen rasch in die kurze Hose schlüpfen kann. In Sandalen kann der Fuss richtig atmen, doch sollten diese ein gutes Profil aufweisen, damit das Kind nicht von den Spielgeräten abrutscht. Der Sonnenhut ist an der Sonne ein Muss. Vorzuziehen ist einer ohne Band unter dem Kinn, damit der Sprössling nicht damit hängen bleibt. Weite Baumwoll- oder Leinenkleidung ist perfekt, denn diese lässt die Luft durch. Kinderkleidung mit UV-Schutz ist vor allem in der Badi geeignet, wo Spielplatz und Kinderbecken oft an der Sonne liegen. Die Kleidung mit UV-Standard 801 wurde auch in nassem Zustand getestet.

 

Eincremen: gut oder schlecht?

Viele Sonnencremes schützen vor UVB-, nicht jedoch vor den krebserregenden UVA-Strahlen. Durch den UVB-Schutz kann die Haut kein Vitamin D aufnehmen. Zudem enthalten viele Sonnenschutzmittel gesundheitsschädigende Stoffe. Was tun? Einfach auf Sonnencreme verzichten, auch wenn der halbe Spielplatz an der Sonne liegt? Nein, es gibt Alternativen. Natürliche Produkte ohne chemische Zusatzstoffe aus dem Reformhaus oder naturbelassene Pflanzenöle schützen die Haut des Kindes. Auch eine gewöhnliche Sonnencreme darf zwischendurch verwendet werden. Gut ist, wenn sie keinen chemischen, sondern einen mineralischen UV-Filter enthält. Dieser bildet auf der Haut eine Schutzschicht und dringt nicht in sie ein.

Was braucht das Kind als Zwischenverpflegung?

Bewegung macht hungrig. Und wie! Viele Eltern staunen, was ihr Kind alles verdrücken kann. Doch beim Herumtoben auf dem Spielplatz verbrauchen die Kleinen viele Kalorien. Zudem schwitzen sie bei heissem Wetter. Ein kleines Picknick ist angesagt. Die Jungen und Mädchen müssen viel Wasser trinken. Ein erfrischender und stärkender Snack versorgt sie mit neuer Energie. Frische Früchte, Brot oder Cracker sind ideal. Wer zu Hause mundgerechte Stücke vorbereitet, erleichtert dem Nachwuchs die Mahlzeit auf dem Spielplatz. Die Früchte schmecken aus der Kühlbox am besten. Und wenn das eigene Kind schon über eine klebrige Rutschbahn oder Krümel im Karussell gejammert hat, lässt man es sicher erst nach dem Essen wieder auf die Geräte.

Alternative Möglichkeiten auf dem Spielplatz

Wer schon mal ein schreiendes Kind von der Rutsche geholt hat, weiss: Spielgeräte erhitzen sich an der Sonne. Durch kurzes Anfassen können Mami oder Papi prüfen, ob sich der Junior an Wippe, Schaukel oder Rutschbahn verbrennen könnte. Sind diese zu heiss, braucht es andere Spielmöglichkeiten. Die Eltern müssen ihren rauchenden Kopf selten bemühen. Die Kleinen sind erfinderisch. Für den allergrössten Notfall folgen hier ein paar Tipps, was auf dem Spielplatz noch möglich ist:

  • Verstecken
  • Fangen
  • Wettlauf um die Geräte
  • Klettern, wenn kleinere Bäume vorhanden sind
  • Spiele im Kreis
  • Rollenspiele
  • Ich sehe was, was du nicht siehst
  • Blinde Kuh
  • Ballspiele
  • Spiele mit Murmeln
  • Autoziehen oder Schiffchenziehen (in der Badi)

Am besten überlegt man zu Hause, was es braucht. Oder noch besser: Die Eltern überlassen es den Kindern, den Ausflug auf den Spielplatz zu planen